
Operativer Use Case
Relevante Kontakte auf LinkedIn finde: Datenanreicherung mit KI statt manueller Recherche.
Viele B2B-Teams kennen das Problem: Sie bauen Kontaktlisten auf Basis von Standardfiltern wie Branche, Unternehmensgröße oder Keywords. Am Ende entstehen lange Listen, aber die Relevanz der Unternehmen für das eigene Produkt oder Geschäftsmodell bleibt unklar. Genau diese Lücke kann den Erfolg von Sales-Aktivitäten deutlich mindern.
Autor: Alexander Zitzmann
Ausgangssituation: Projektmanagement-Software für Hardware-Software-Hersteller
Unsere Ausgangslage ist ein klassischer B2B-Case:
Wir bieten eine Projektmanagement-Software an, die speziell auf Hersteller komplexer Hardware-Software-Produkte zugeschnitten ist.
Typische Kunden sind Unternehmen, die:
physische Produkte wie z.B.: Maschinenparks, Smart-Home-Lösungen oder Wärmepumpen entwickeln,
diese Produkte mit Softwarelösungen steuern oder überwachen,
komplexe Produktportfolios managen, bei denen Hardware und Software eng verzahnt sind.
Das Problem auf der Linkedin-Suche oder dem Sales Navigator:
Standardfilter wie Branche oder Unternehmensgröße liefern zwar Leads, sagen aber nichts darüber aus, ob das Unternehmen auch wirklich zu unserem Geschäftsmodell passt. Eine Relevanzprüfung ist hier entscheidend.
Zielsetzung: Die richtigen Unternehmen identifizieren
Die Kernaufgabe besteht darin, Unternehmen zu finden, die zwei Kriterien erfüllen:
Physisches Produkt vorhanden: Es muss ein klar greifbares Produkt geben, sei es eine Maschine, eine Lösung für Smart Homes oder ein anderes technisches Produkt.
Softwarelösungen gekoppelt: Die Software muss integraler Bestandteil des Produktportfolios sein, nicht ein add-on oder ein separates Produkt.
Alles andere bedeutet Streuverlust.
Ohne diese Prüfung riskieren Sie, Zeit und Ressourcen auf Leads zu verschwenden, die schlichtweg nicht relevant sind.
Kernfragen der Relevanzprüfung
Damit die Zielunternehmen wirklich passen, müssen wir zwei zentrale Fragen beantworten:
Wie ist das Produktportfolio aufgestellt?
Hier geht es darum, das gesamte Angebot eines Unternehmens zu verstehen. Welche Produkte sind physisch vorhanden, welche Softwarelösungen existieren, und wie sind sie miteinander verknüpft?Ist eine Softwarelösung an ein physisches Produkt gekoppelt?
Viele Unternehmen bieten Software an, die isoliert existiert. Für unseren Use Case ist entscheidend, dass die Software Teil eines echten Produktes ist.
Diese Analyse ist der Schlüssel zur Qualifizierung der Leads und zum Aufbau einer wirklich relevanten Shortlist.
Schritt 1: Produktportfolio analysieren
Die Analyse des Produktportfolios beginnt auf Basis von LinkedIn-Daten, z. B. aus dem Sales Navigator. LinkedIn liefert grundlegende Unternehmensinformationen, jedoch keine detaillierten Angaben zu Produktportfolios oder Software-Hardware-Kopplungen. Deshalb setzen wir KI-gestützte Methoden ein, um diese Informationen tiefgehend anzureichern.
Dabei geht es konkret um:
Extraktion relevanter Produktinformationen: Welche physischen Produkte existieren und welche Softwarelösungen werden angeboten?
Analyse von Kopplungen zwischen Hardware und Software: Welche Software ist integraler Bestandteil eines physischen Produkts?
Schnelle und skalierbare Anreicherung durch KI: Mithilfe eines gut gewählten Promptings können tausende Unternehmen innerhalb von Minuten, z. B. in ihrer Portfolio-Tiefe analysiert und strukturiert angereichert werden.
Durch diesen Ansatz entsteht aus den LinkedIn-Daten eine präzise Grundlage, um zu entscheiden, welche Unternehmen tatsächlich zum eigenen Business Case passen, bevor weitere Schritte unternommen werden.
Schritt 2: Software-Integration prüfen
Der zweite Schritt besteht darin, die Softwarelösungen im Portfolio zu prüfen:
Software als Kernprodukt oder Zusatz?
Nur Software, die aktiv mit einem physischen Produkt verbunden ist, ist relevant.Art der Kopplung: Steuerung, Monitoring, Reporting, Automatisierung – je enger die Kopplung, desto höher die Relevanz für den Use Case.
Verfügbarkeit von Dokumentation: Technische Informationen oder Produktbeschreibungen liefern Hinweise auf den tatsächlichen Integrationsgrad.
Die Kombination aus Produkt- und Softwareanalyse liefert ein klares Bild, welche Unternehmen wirklich zum Geschäftsmodell passen.
Schritt 3: Daten aggregieren und Relevanz bewerten
Nachdem das Produktportfolio und die Software-Integration jedes Unternehmens analysiert und angereichert wurden, folgt der nächste Schritt: die Aggregation und Bewertung der Informationen.
Dabei geht es konkret um:
Zusammenführung der angereicherten Daten: Alle Informationen zu physischen Produkten und zugehörigen Softwarelösungen werden in einer zentralen Übersicht zusammengeführt.
Bewertung nach Relevanz: Jedes Unternehmen wird auf Basis von Kriterien wie Software-Hardware-Kopplung, Produktkomplexität oder Passung zum eigenen Business Case bewertet.
Sortierung und Priorisierung: Die aggregierten Daten werden so aufbereitet, dass eine Shortlist entsteht – Unternehmen mit der höchsten Relevanz stehen oben.
Visualisierung oder Reporting: Optional können die Ergebnisse in Tabellen, Dashboards oder Reports dargestellt werden, um die Entscheidungsfindung zu erleichtern.
Dieser Schritt sorgt dafür, dass aus den umfangreichen Rohdaten eine klare, handhabbare Übersicht entsteht, die direkt für Vermarktungsstrategien-Strategien oder Sales-Aktivitäten genutzt werden kann.
Zusammenfassung des Vorgehens: Datenanreicherung
In der Praxis sieht das so aus:
Liste potenzieller Unternehmen auf LinkedIn erstellen: Über Branchenfilter, Unternehmensgröße und relevante Keywords wird eine erste Auswahl getroffen.
Produktportfolios analysieren: Mithilfe von Datenanreicherung werden Produktportfolio und Software-Integration jedes Unternehmens mit hoher Detailtiefe untersucht.
Software-Integration prüfen: Nur Softwarelösungen, die tatsächlich an ein physisches Produkt gekoppelt sind, werden aus den gewonnenen Daten berücksichtigt.
Gewonnene Daten aggregieren und bewerten: Die Informationen werden zusammengeführt, bewertet und so aufbereitet, dass mit wenigen Klicks nur die relevanten Unternehmen sichtbar bleiben.
Shortlist erstellen: Unternehmen mit der höchsten Relevanz werden priorisiert und bilden die Grundlage für gezielte Vermarktungsmaßnahmen.
Dieses Vorgehen stellt sicher, dass die gewonnenen Kontaktlisten nicht nur umfangreich, sondern vor allem passend und relevant für das eigene Geschäftsmodell sind.
Fazit: Relevanz entscheidet über Umsatz
Viele B2B-Teams verschwenden Zeit mit Leads, die nicht zum eigenen Produkt passen. Die Lösung liegt in einer strukturierten Relevanzprüfung:
Analyse des Produktportfolios
Prüfung der Software-Hardware-Kopplung (Use Case im Video)
Smarte Datenanreicherung
Nur so entsteht eine Shortlist, die den Sales-Prozess wirklich unterstützt und Umsatzpotenzial realisiert. In unserem Use Case zeigt sich klar: Qualität der Leads entscheidet über den Erfolg – nicht die reine Anzahl.
Mit dieser Methode lassen sich diverse Marketing- und Vermarktungsmaßnahmen auf ein neues Level heben, Effizienz steigern und die Zielunternehmen präzise erreichen.
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